In dieser ganzen Zeit, die es braucht, um einen Termin auszumachen, könntest du sinnvollere Dinge tun, z.B. tatsächlich eine:n Klient:in coachen, dich auf einen Workshop vorbereiten oder deinen Feierabend genießen. Apps für online Terminbuchungen können dir da enorm viel Arbeit abnehmen.
Du willst für deine Klient:innen eine digitale Terminvereinbarung anbieten? Das generelle Vorgehen ist so: Du trägst deine Leistungen, ihren Preis und deine Verfügbarkeiten in den Kalender der App ein, verknüpfst diesen mit deinem Arbeitskalender und anschließend bettest du das Ganze auf deiner Website ein. Nun können deine Kund:innen sofort sehen, wann welche Leistung bei dir verfügbar ist und eigenständig einen Termin buchen. Du kannst sofort die Bezahlung online durchführen lassen. Sowohl du als auch deine Klient:innen erhalten automatisiert eine Terminbestätigung und -erinnerung per Email und/oder SMS. So verpasst du keinen Termin mehr und wirkst organisiert und professionell.
In diesem Abschnitt habe ich dir einmal die bekanntesten Online Terminbuchung Tools aufgelistet. Essentiell sind vor allem die folgenden Kriterien:
eTermin dürfte dir bereits ein Begriff sein, wenn du die Suchmaschinen nach einer Terminbuchung Software durchsucht hast 😉 Das Schweizer Unternehmen gibt dir eine ganze Reihe an Funktionen an die Hand, um deine Terminplanung zu digitalisieren. eTermin kannst du 30 Tage lang kostenlos testen.
>> Zur Terminbuchung App eTermin

Cal.com aus San Francisco fährt mit einem funktional umfangreichen free Account auf und auch die Funktionen der Bezahl-Tarife können sich sehen lassen. Die Handhabung ist sehr intuitiv gehalten und auch das Design ansprechend schlicht. Vielleicht wird cal.com gerade deshalb als DIE Alternative zu calendly gehandelt.
Zur Terminbuchung App Cal.com >>
SimplyBook.me gibt dir zahlreiche Funktionen zur Terminplanung und Online Buchung an die Hand. Es gibt eine eingeschränkte Gratis-Version. Die höheren Tarife mit mehr Funktionen kannst du 14 Tage lang kostenlos testen.
>> Zur Terminbuchung App SimplyBook.me
In Calendly gibst du in deinem Kalender Termine frei, die von Kund:innen anschließend eigenständig gebucht werden können. Es gibt auch eine Art Doodle-Funktion, mit der du Meetings planen kannst. Wenn du Calendly ausschließlich alleine benutzt und nur einen Kalender integrierst, ist das Tool kostenlos. Die Premium-Versionen kannst du vorab 14 Tage lang gratis testen.
shore ist ein mächtiges All-in-one Tool, das aber auch modular buch- und erweiterbar ist. So sind neben dem Modul Terminbuchung auch Marketingfunktionen, ein Website-Baukasten oder ein Kassensystem verfügbar. Alle Pakete kannst du unverbindlich gratis testen - du musst kein Zahlungsmittel angeben.
>> Zur Terminbuchung App shore
Auch mit Book like a Boss hast du ein umfassendes Terminvereinbarungstool an der Hand. Du kannst das Widget direkt in deine Website einbinden oder deinen Kund:innen einen BLAB-Link schicken, auf dem sie Termine buchen können. Du kannst BLAB 14 Tage lang gratis testen.
>> Zur Terminbuchung App Book like a Boss
Timify bietet dir eine große Bandbreite an Funktionen, um deine Termine digital zu verwalten. Aber: Leider finde ich keine Angabe zur Terminstornierung oder -verschiebung. Für Einzelanwender ist Timify mit abgespecktem Funktionsumfang kostenlos.
>> Zur Terminbuchung App timify
Mit Spezialisierung auf die Dienstleistungsbranchen Coaching, Beratung, Therapie und Handwerk bieten die Macher:innen von orbnet eine All-in-One Softwarelösung an. Das Tool aus Augsburg verfügt neben Online Terminplanung noch über weitere Funktionen, wie z.B. Buchhaltung, Rechnungsstellung und Kundenverwaltung. Der Preis richtet sich nach Funktionsumfang und z.B. Anzahl der Events, für die Termine gebucht werden können. Es gibt eine eingeschränkte Free-Version, die kostenpflichtige Version kannst du 7 Tage lang gratis testen.
Die Terminbuchungssoftware cituro fährt zahlreiche Funktionen auf, die dir dein Leben rund um die digitale Terminplanung erleichtern. Du stellst deine Verfügbarkeiten und Leistungen ein, anschließend können deine Klient:innen ihren Wunschtermin aussuchen und buchen. Der Preis richtet sich nach der Anzahl der Kalender, die du anbinden willst. Du kannst cituro vorab 30 Tage lang gratis testen.
Koalendar ist ein leicht zu bedienendes Buchungstool aus den USA, das sich auf die wichtigsten Funktionen für Terminbuchungen fokussiert. Sie beschränken sich zudem auf zwei Tarife: Free mit eingeschränktem Funktionsumfang und Pro.
Terminland ist eine Terminbuchung Software aus Wiesbaden. In höchst eingeschränkter Variante ist Terminland kostenlos, ansonsten wird mit hinzubuchbaren Modulen gearbeitet, von denen die meisten nur im höchsten "Enterprise" Tarif enthalten sind. Es macht den Anschein, als wäre stets nur ein Kalender ("Terminplan) bei jedem Tarif inklusive, jeder weitere muss kostenpflichtig hinzugebucht werden.
Die Terminbuchungs-App Calenso kommt ursprünglich aus der Schweiz. Auch hier können deine Klient:innen selbständig Termine bei dir buchen. 14 Tage lang kannst du Calenso im vollen Funktionsumfang gratis testen.
>> Zur Terminbuchung App calenso
Appointmind ist ein solides Tool für deine digitale Terminverwaltung. Die Software wird in der Nähe von Hamburg entwickelt und bietet eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Die Preise richten sich nach der Anzahl der verbundenen Kalender.
>> Zur Terminbuchung App Appointmind
Eine weitere Terminbuchung-App aus der Schweiz ist keinaufwand. Die App wird vom kleinen Team der Codegestalt GmbH entwickelt. Der Name ist Programm, denn die App kommt ohne große Schnörkeleien aus und konzentriert sich auf das Wesentliche: Eine einfache Online Terminbuchung. Die Preise werden auf der Seite aktuell nur in CHF angezeigt (Stand: 08/2021) und werden 1:1 in Euro umgerechnet. Die beiden Versionen "Personal" und "Business" kannst du 14 Tage lang kostenlos testen. Eine Enterprise-Version für größere Unternehmen gibt es auf Anfrage.
Termin online buchen klingt nach einer ziemlichen Basic Software - und die Website sieht auch danach aus - aber das Tool wartet mit mehr Funktionen auf, als man erwarten würde. Nur eine Funktion zum Stornieren oder Verschieben von Terminen habe ich leider nicht gefunden. Die Software wird in Ettlingen entwickelt und steht dir 14 Tage kostenlos zum Testen zur Verfügung.
Bei Microsoft Bookings gibt es eine Einschränkung: Du kannst die App nur nutzen, wenn du bereits die Software "Microsoft 365 Business Basic" erworben hast. Wenn das der Fall ist, integriert sich Microsoft Bookings natürlich wunderbar in deine sowieso bestehende Arbeitsumgebung. Die Terminbuchungsapp ist ab der Version "Business Standard" integriert. Du kannst das ganze Paket einen Monat lang gratis testen.
You Can Book Me wird in England entwickelt und fährt mit einer Reihe an Features auf, um deine Terminplanung zu digitalisieren. Der Preis errechnet sich aus der Anzahl der Kalender, die du verbinden möchtest. Du kannst das Tool 14 Tage lang kostenlos testen.
Acuity Scheduling gehört zum Website Builder Squarespace. Deine Kund:innen können online deine verfügbaren Termine einsehen und selbst buchen. Du kannst vor der Buchung durch einen Fragebogen bereits die wichtigsten Informationen über deine Klient:innen sammeln. Acuity Scheduling ist mit sehr eingeschränktem Funktionsumfang gratis, die Bezahlversionen stehen dir sieben Tage kostenlos zum Test zur Verfügung.
Appointlet wird von einem kleinen Team in Portland, Oregon in den USA entwickelt. Auf ihrer Website versprechen sie bis zu 80% Zeitersparnis, wenn du ihre Terminbuchungs-App verwendest 😉 Im eingeschränkten Funktionsumfang ist Appointlet kostenlos.
>> Zur Terminbuchung App Appointlet
SuperSaaS aus Amsterdam ist das "Supermarket model for Software as a Service" und vergleicht sich gerne mit Ikea: Sie bieten gut designte Produkte, du übernimmst den Aufbau und deshalb kostet das Ganze nicht so viel. Die Funktionspalette kann sich auf jeden Fall sehen lassen. SuperSaas ist mit eingeschränkten Funktionen kostenlos.
>> Zur Terminbuchung App SuperSaaS
Allein, wenn du nur für Erstgespräche eine Terminbuchungs-App einsetzt, sparst du dir einen Haufen Zeit und Nerven. Und nicht nur dir, sondern auch deinen Kund:innen! Du hast mehr Zeit, dich auf deine eigentliche Arbeit zu konzentrieren, dein Auftritt wirkt professionell und organisiert, du musst dich nicht um die Bezahlung kümmern und deine Termine werden effektiv und einfach abgestimmt.
Da es in diesem Blog vor allem darum geht, die Digitalisierung und neue Konzepte zu nutzen, habe ich mich in meiner Recherche ausschließlich auf Online Direktbanken und FinTechs konzentriert.
Du willst sofort die Anbieterliste sehen? Hier entlang!
Steigen wir erst einmal bei den Basics zum Thema Geschäftskonto ein.
Das ist schnell beantwortet: Nein. Die Gesetzgebung schreibt ein Geschäftskonto verpflichtend vor, wenn du eine Kapitalgesellschaft gründest, also z.B. eine GmbH. Als Einzelunternehmer:in oder Freiberufler:in kannst du theoretisch auch dein privates Girokonto für deine Tätigkeit verwenden.
Die wichtigere Frage ist hier: Ist es sinnvoll, ein extra Geschäftskonto zu eröffnen? Und hier ist die Antwort auf jeden Fall: Ja! Denn spätestens bei der Steuererklärung wirst du - oder deine Buchhaltung - froh sein, wenn du nicht deine privaten von den geschäftlichen Transaktionen in ein und demselben Girokonto auseinanderklamüsern musst. Obacht: Manche Banken schließen die geschäftliche Verwendung von (privaten) Girokonten auch in ihren AGBs aus.
Wo du dein Geschäftskonto eröffnest, hängt von diversen Faktoren ab. Diese habe ich dir in der Checkliste unten einmal zusammengefasst. Da du als Selbständige:r bzw. Freelancer:in keine Stammeinlage leisten und dafür persönlich anwesend sein musst, wie es z.B. bei einer GmbH der Fall wäre, fällt dieses Kriterium schon einmal weg. Kapitalgesellschaften sind im Zweifel aktuell noch bei Filialbanken besser aufgehoben. Zumal einige Online Banken auch (noch) keine Konten für GmbHs etc. anbieten.
Wenn deine Coachees bei dir hauptsächlich nach der Session in bar bezahlen und du dieses Bargeld auf dein Geschäftskonto einzahlen möchtest, sind Filialbanken mit ihrem Automatennetz ebenso im Vorteil. Die Online-Banken ziehen in dieser Hinsicht aber auch mehr und mehr nach und ermöglichen die Bargeldeinzahlung (oft gegen Gebühr) bei verschiedenen Partnern.
Desweiteren wird es sich im Preis widerspiegeln, ob eine Bank z.B. Miete/Pacht für ihre Filialen und Automaten bezahlen muss oder eben nicht.
Es ist schwer, eine allgemeingültige Preisspanne für ein Geschäftskonto festzulegen. Es gibt Anbieter, die ein "kostenloses Geschäftskonto" anbieten, d.h. keine monatlichen Kontoführungsgebühren verlangen. Dennoch können im Geschäftsalltag variable Gebühren für verschiedene Services oder Funktionen anfallen.
Nachfolgend habe ich dir einmal aufgelistet, welche Kosten generell auf dich zukommen können:
Generell gibt es verschiedene Tarife, die sich im Service- und Funktionsumfang unterscheiden. Deshalb ist es wichtig, dir vorab Gedanken zu machen, welche Anforderungen du an das Geschäftskonto an sich und die Features drum herum hast. Generell kann man sagen: Je niedriger die Kontoführungsgebühr, desto mehr variable Kosten fallen an.
Wie oben schon erwähnt, ist es wichtig, wie du deine Bezahlung mit deinen Coachees oder Auftraggeber:innen abwickelst. Bei Onlinebanken ist es natürlich generell geschickter, sich das Honorar überweisen zu lassen, anstatt Barzahlungen anzunehmen. Solltest du doch öfter Bargeld einzahlen müssen, lassen sich die Anbieter das gerne entsprechend vergüten. Ebenso verhält es sich bei Auszahlungen, da FinTechs und Onlinebanken keine eigenen Automaten haben. Dies umgehen sie, indem sie mit ihren Kreditkarten kostenlose Bargeldabhebung ermöglichen.
Buchungsposten werden nach den Kriterien "beleglos" und "beleghaft" unterschieden. Beleglose Buchungsposten sind generell Onlinetransaktionen. Diese werden von den Anbietern unterschiedlich abgerechnet, manche bieten ein bestimmtes monatliches Inklusivkontingent an, manche verlangen pro Buchungsposten bis zu 0,60 Euro. Die Gebührenstruktur ist hier sehr verschieden.
Beleghafte Buchungen sind vor allem Bargeldein- und -auszahlungen. Für diese können auch schonmal bis zu 10 Euro pro Buchung anfallen.
Bei vielen Banken wird für die Nutzung einer Kreditkarte eine jährliche Gebühr fällig. Manchmal ist eine EC- oder Debitkarte gratis mit dabei, es gibt aber bereits einige FinTechs, die gar keine physischen Karten mehr ausgeben und komplett digital sind.
Hierunter fallen Kosten wie z.B. solche für den Zahlungsverkehr ins Ausland, Zinsen für in Anspruch genommene Dispokredite oder wenn Rückbuchungen anfallen.
Um dir bei der Entscheidung für ein Geschäftskonto zu helfen, habe ich dir eine Checkliste mit den wichtigsten Fragen zusammengestellt, die du dir im Vorfeld beantworten solltest:
Wahrscheinlich kommen bei dir je nach individueller Lage noch weitere Kriterien hinzu. Schreib mir gerne in die Kommentare, was dir besonders wichtig ist.
Nachfolgend findest du eine Reihe an Anbietern, die ein digitales Geschäftskonto offerieren. Bei allen unten aufgelisteten Anbietern kannst du innerhalb von ein paar Minuten mittels Video- bzw. Online-Identverfahren dein Geschäftskonto eröffnen. Dafür brauchst du ein gültiges Ausweisdokument und deine Steuer-ID. Stand aller Daten: 11/2020.
Kontist hat sich einer besseren Welt für Selbständige verschrieben. Neben dem Geschäftskonto für Selbständige hat Kontist die Kontist Stiftung gegründet. Unter dem Hashtag #selbstwasmachen finden Selbständige dort eine aktive Community, Events, Trainings und Workshops sowie einen Partner zur Lobbyarbeit ihrer Interessen. Die Kontist Stiftung bemüht sich zudem, dass Entrepreneurship Einzug in die Bildung erhält. Das Alleinstellungsmerkmal des Geschäftskontos von Kontist ist der automatische Steuerrechner und ein eigens entwickeltes Buchhaltungstool (integriert in den höheren Tarifen). Es gibt drei Tarife, darunter auch den funktional eingeschränkten, kostenlosen Tarif Kontist Free (kostenlos bei monatlichen Transaktionen über 300 Euro, unter 300 Euro sind 2 Euro Gebühr pro Monat fällig). Hinter Kontist steht die solarisBank.
Die DKB gehört zur Bayerischen Landesbank und ist eine Direktbank. Das Geschäftskonto der DKB ist wenigen freien Berufen vorenthalten. Wenn du aber als Unternehmensberater:in tätig bist, gehörst du zu den glücklichen Auserwählten 😉
FYRST gibt es seit 2019 und ist enorm bekannt in der digitalen Geschäftskonto-Welt. Der Vorteil: FYRST gehört zur Deutschen Bank. So steht hier eine über viele Jahre gewachsene Infrastruktur zur Verfügung. Vielleicht beschränkt sich FYRST deshalb nicht nur auf Selbständige und Freiberufler, sondern bietet auch Geschäftskonten für Kapitalgesellschaften, also z.B. GmbH oder UG an. Es gibt ein kostenloses Basiskonto "FYRST Base" und ein gebührenpflichtiges Konto "FYRST Complete" mit mehr Funktionsumfang.
Qonto kommt aus Frankreich und ist nun seit 2019 auch in Deutschland am Start. Somit erhältst du auch eine deutsche IBAN. Bei Qonto können auch Kapitalgesellschaften ein Geschäftskonto eröffnen. Die Preise hängen von deiner Ausgangssituation ab (Einzelunternehmen/Selbständige, in Gründung einer GmbH oder UG, bestehendes Unternehmen) sowie vom genutzten Volumen für Überweisungen, physischen Karten und Funktionen. Ein kostenloses Konto gibt es nicht.
bunq wurde 2015 in den Niederlanden gegründet, ist inzwischen aber europaweit aktiv. Hier setzt man auf Schlichtheit und auf die Anbindung zur Buchhaltungssoftware via Zapier. Neben Freiberuflern und Selbständigen können auch Kapitalgesellschaften ein Geschäftskonto bei bunq eröffnen. Neben der Kontoführungsgebühr fallen noch eine Reihe weiterer Kosten z.B. für Zahlungsein- und ausgänge an, die je nach abgerufenen Volumen variieren. Du erhältst eine deutsche IBAN.

Das Technologieunternehmen Wise sitzt in Großbritannien und ist dort an der Börse notiert. Wise Business ist darauf ausgelegt, international Geld zu empfangen und zu versenden. Laut eigenen Angaben sind Transaktionen in 56 Währungen möglich. Durch eigene Konten in den jeweiligen Ländern sind Fremdwährungstransaktionen laut Wise erheblich günstiger. Wenn du also viele Klient:innen hast, die außerhalb der Eurozone sitzen, könnte Wise Business etwas für dich sein.
Holvi gilt als Vorreiter der FinTech Branche, hat eine eigene Banklizenz und wurde bereits 2011 in Finnland gegründet. Bei Holvi können sowohl Personen- wie auch Kapitalgesellschaften ein Geschäftskonto eröffnen. Du bekommst eine deutsche IBAN. Auch hier setzt man auf die Verbindung von Bankkonto und Buchhaltungstool. Holvi bietet keine eigene Einlagensicherung an, arbeitet aber mit Partnerbanken zusammen. Dein Geld liegt dort auf separaten Konten und ist entsprechend im Rahmen der Einlagensicherung abgesichert.

N26 dürfte dir von sämtlichen Plakatwänden der Nation ein Begriff sein. Hier wurde vor allem für das private Girokonto groß die Werbetrommel gerührt. Aber auch das N26 Geschäftskonto ist vor allem in der Freelancer Community in aller Munde. Für Selbständige und Freiberufler gibt es drei verschiedene Konto-Modelle, das N26 Business ist der kostenlose Tarif mit eingeschränktem Funktionsumfang. N26 hat eine eigene Banklizenz und ist somit eine Direktbank. Irgendwie witzig: Bei den Tarifen N26 Business You und N26 Business Metal gibt es noch diverse Versicherungen inklusive, wie z.B. eine Handyversicherung oder Reiserücktrittsversicherung.
Wie bei allen Produkten und Dienstleistungen, für die ein breiter Markt mit vielen Playern existiert gilt auch beim digitalen Geschäftskonto: Mache dir erst Gedanken, was du wirklich brauchst. Wirst du viel mit Bargeld oder Auslandszahlungen zu tun haben? Möchtest du einen Ansprechpartner vor Ort? Und vor allem: Welche Rechtsform trifft auf dich zu? Gehe vorab die Checkliste durch und wähle das Geschäftskonto aus, das dich am meisten anspricht.
Ich persönlich habe mich für Kontist entschieden, da ich hier erstmal ohne Kontoführungsgebühren auskomme und ich für später das Steuerberechnungs-Feature sehr interessant finde. Ich kann alles online bzw. per App abwickeln und werde auch keine Barzahlung von meinen Coachees annehmen.
Zudem werden laufend neue Features bei den jeweiligen Anbietern entwickelt, einige davon zeigen sogar ihre Roadmap transparent auf. Da lohnt es sich, auf dem Laufenden zu bleiben.
Hier kommst du sofort zur Liste der Anbieter für Online Whiteboard Tools!
Ein virtueller Workshop ist didaktisch anders aufgebaut als ein Workshop vor Ort. Zunächst einmal solltest du dir Gedanken zu deinem technischen Setup machen. Dazu zählen:
Am besten probierst du alles vorher einmal in einer Test-Session aus. Checke auch neben deiner Moderatoren- auch die Teilnehmeransicht, um später Fragen dazu beantworten zu können.
Nun geht es an die inhaltliche Vorbereitung. Wie bei jedem Workshop sollte das generelle Thema bzw. der Zweck klar sein. Ebenso, welche Methoden du anwenden möchtest und ob diese sich remote gut durchführen lassen. Falls du noch Inspiration für Workshop Methoden brauchst, schau gerne mal bei den Kollegen von Online Trainers vorbei: Sie haben ein Online Trainer Playbook mit mehr als 25 Methoden inkl. Anleitungen herausgebracht. Ansonsten geben natürlich auch die Weiten des Internets eine Menge her 😉
Je nachdem, welches Workshop Design du wählst, können sich ggfs. weitere Vorbereitungen ergeben. Wenn du z.B. für einen Remote Workshop LEGO® SERIOUS PLAY® anwenden möchtest, musst du an die Teilnehmer vorab das entsprechende Set versenden, damit sie es rechtzeitig zur Verfügung haben und damit arbeiten können. Das gilt natürlich auch für Arbeitsbücher oder dergleichen. Überprüfe auch, ob das Collaboration Tool deine gewünschten Methoden gut abbilden kann, z.B. Dot Voting oder dergleichen. Weitere Dinge, die vorab stehen sollten:
Anschließend erstellst du die Session in deinem Videotool und schickst eine Email mit den Zugangsdaten und Infos zum Workshop an alle Teilnehmer. Tu dies am besten ein paar Tage vor dem Termin, damit sich alle um ihr Setup kümmern und sich mit den verwendeten Tools etwas vertraut machen können.
Eine essentiell wichtige Voraussetzung für Remote Workshops ist: Ist eine:r remote, sind alle remote!
Nun geht es an die eigentliche Durchführung des Workshops. Sei am besten bereits einige Minuten vorher im virtuellen Seminarraum, um alle Teilnehmer begrüßen zu können. Plaudert einfach ein bisschen, bis alle da sind.
Bitte alle Teilnehmer, ihre Kamera einzuschalten, um ein Gefühl der Nähe zu erzeugen. Zudem hast du als Moderator:in so die Möglichkeit zu sehen, wenn einzelne Teilnehmer nicht bei der Sache sind. Bitte sie zudem, alle anderen Programme zu schließen (v.a. Emails und Social Media) und auch ihre Handys wegzulegen.
Zum Einstieg eignet sich ein "educational ice breaker", d.h. eine Vorstellungsrunde, in der die Teilnehmer spielerisch den Umgang mit dem verwendeten Tool lernen. Das kann z.B. so aussehen:
"Educational ice breaker" in meiner Vorlage in MURAL
So wissen alle Teilnehmer, wie sie die für den Workshop nötigen Funktionen verwenden. Diese Art der Vorstellungsrunde dauert natürlich länger, als in einem Präsenz-Workshop, lohnt sich aber und die Teilnehmer werden es dir danken!
Solange es eine Input- oder Diskussionsphase in der großen Gruppe gibt, schalte alle Mikrofone auf mute (stumm), damit es keine störenden Hintergrundgeräusche gibt. Die Person, die etwas sagen möchte, schaltet ihr Mikro ein. Sprich Teilnehmer direkt mit ihrem Namen an und ermutige sie, das auch zu tun.
Gib klare Anweisungen zu den einzelnen Methoden bzw. Arbeitsschritten und verwende Breakout Rooms für separate Gruppenarbeiten.
Bei längeren Workshops: Baue zwischendurch immer mal wieder Energizer ein, um die Motivation und Interaktion der Gruppe hochzuhalten. Ein paar gute Beispiele dafür findest du hier.
Wie bei einem Präsenz-Workshop gilt auch hier: End it on a high note! Bedanke dich bei den Teilnehmern und stelle heraus, wie gut sie (hoffentlich) den Remote Workshop gemeistert haben. Anstelle eines Gruppenfotos eignet sich ein Screenshot von allen Videos in der Galerieansicht.
Hole dir auch unbedingt Feedback ein! Denn du weißt ja: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!
Anschließend gilt es, die Arbeitsergebnisse festzuhalten und mit den Teilnehmern in einer Nachfass-Email zu teilen.
Welches Online Whiteboard ist für mich das richtige? Inzwischen gibt es so einige Anbieter auf dem Markt und du hat wie so oft die Qual der Wahl. Da ja eigentlich auch ein leeres Google Doc als digitales Whiteboard genutzt werden kann (ist halt mega uncool und taugt recht wenig für einen gescheiten Workshop), solltest du auf die folgenden Features achten:

Miro ist sehr beliebt bei verteilten (agilen) Produkt- und Softwareteams. Mit eingeschränktem Funktionsumfang kannst du Miro in der Gratisversion testen.
Für Beschäftigte im Education Sektor ist Miro dauerhaft kostenfrei.
MURAL wirbt mit seinen Facilitator Superpowers Funktionen, die dich als Moderator:in bei deiner Arbeit unterstützen. Es gibt auch eine free Version mit eingeschränktem Funktionsumfang.
Der kanadische Anbieter Stormboard ist ebenfalls weltweit beliebt. Vor allem die Datensicherheit wird oft als positiver Faktor erwähnt. Du kannst Stormboard im "Personal" Tarif gratis nutzen.

Freeform ist Teil des Apple Ecosystems und kostenlos auf allen iPhone-, iPad- und Mac-Modellen verfügbar, die mindestens iOS 16.2, iPadOS 16.2 oder macOS Ventura 13.1 unterstützen. Du findest Freeform auch im Appstore.
Limnu ist vor allem bei Design-Teams beliebt, eignet sich aber für jede Art von Workshop. Der Anbieter wirbt vor allem mit der intuitiven Nutzeroberfläche. Du kannst Limnu 14 Tage lang kostenlos testen.
Conceptboard aus Stuttgart gibt dir ein digitales Whiteboard mit vielen Funktionen an die Hand. Das Tool ist vor allem für komplexe Themen geeignet, wie z.B. Workshops, Trainings oder Produktentwicklung. Im eingeschränkten Funktionsumfang ist Conceptboard gratis.
Sketchboard ist ein leichtgewichtiges Tool aus Finnland, das vor allem für gemeinsame Mindmaps und Ideenfindung konzipiert wurde. Laut Aussage des Anbieters haben sie die nötigen Schritte eingeleitet, um DSGVO-Konformität zu gewährleisten. Im eingeschränkten Funktionsumfang ist Sketchboard kostenlos.
Das Microsoft Whiteboard ist Teil der Microsoft 365 Business Familie und funktioniert ausschließlich über die eigene App. Seit Anfang April ist Microsoft Whiteboard auch als Browserversion verfügbar. Um das Tool verwenden zu können, musst du eine Lizenz für Microsoft 365 Business besitzen.
Flinga wird von dem finnischen Anbieter Nordtouch betrieben. Ursprünglich für Schulen und Unis entwickelt, bietet dieses Online Whiteboard Tool einen sehr cleanen Arbeitsbereich, ohne große Ablenkungen durch übermäßige Funktionalität. Der Basic Tarif ist inkl. 5 Whiteboards dauerhaft kostenlos.
Mit der richtigen Vorbereitung und den passenden Tools werden remote Workshops zum Erfolg. Sowohl du als Moderator:in als auch die Teilnehmer müssen hier an einem Strang ziehen. Wenn du auf deine Agenda und die Pausentaktung achtest und genügend Raum für Energizer und ein bisschen Spielerei mit dem digitalen Whiteboard einplanst, stehen Remote Workshops Präsenzveranstaltungen in nichts nach.
Auch in der Diskussion auf LinkedIn kamen diverse Herangehensweisen bezüglich Trainings- oder Workshop-Planung zum Vorschein. Da dachte ich mir, mache ich doch gleich einen Artikel daraus: Bitteschön! 🙂
Für die erste Version von Workshops und Trainings nehme ich selbst auch gerne noch Zettel und Stift zur Hand. Manche Kolleg:innen stellen sich auch vor ihr Whiteboard oder Flipchart - falls vorhanden - und skizzieren die ersten Inhalte:
All das geht in der ersten Version gut mit Zettel und Stift.
Wenn du es haptisch magst, dich aber die spätere Übertragung ins Digitale oder der Papiermüll nervt, dann ist vielleicht ein Tablet wie z.B. reMarkable etwas für dich.
Geht gut:
Geht nicht so gut:
Der erste Sprung ins Digitale findet meistens über Office-Produkte bzw. Open Source Alternativen statt. Das ist dann meistens Excel, Google Sheets oder OpenOffice Tabellen. Hier darf es dann schon detaillierter werden, als Referenz zu einer bestimmten Methode ist schnell ein Link eingefügt und du kannst von überall darauf zugreifen - sofern das Ganze in der Cloud gespeichert ist, versteht sich.
Ebenso können, zumindest in Excel, Zeiten und Gesamtdauer automatisch berechnet werden. So wird der Regieplan deines Seminars greifbarer und es zeigt sich, wo du ggfs. noch Pufferzeiten einbauen musst. Ich selbst habe früher oft mit Excel aus diesem Grund die Konzeption meiner Trainings und Seminare gemacht.
Einige Kolleg:innen verwenden auch Text- oder Präsentationsprogramme, wie z.B. Word, Google Docs oder Powerpoint.
Geht gut:
Geht nicht so gut:
Für die Workshop-Planung in Zusammenarbeit z.B. mit Kund:innen oder Co-Moderator:innen eignen sich Online Whiteboards hervorragend. Auch alleine macht die Konzeption eines Seminars mit Mural, Miro, Conceptboard und Co. viel Spaß. Hier können Details und Zeiten hinzugefügt werden - nur lassen sie sich nicht automatisch berechnen. Ich persönlich arbeite gerne mit Farbcodes, um z.B. Pausen, interaktive Übungen und Impulse auf einen Blick voneinander zu unterscheiden.

Zudem kannst du hier auch gleich erste Ideen für Flipcharts und Folien einfügen oder, wenn du dein Seminar oder Training online durchführst, erste Elemente zur Gestaltung erstellen. Die Voraussetzung hierfür ist natürlich ein entsprechender Account beim Online Whiteboard Tool deines Vertrauens.
Geht gut:
Geht nicht so gut:
Die Macher:innen des Online Whiteboards Miro haben Ende 2021 ein neues Feature live gebracht: Miro Smart Meetings. Damit kannst du dein vorbereitetes Whiteboard mit einer Art Regieplan versehen und deine Teilnehmer:innen per Klick durch den Workshop "ziehen". Das ist vor allem für Teilnehmende gut, die noch wenig oder gar keine Erfahrung mit der Arbeit auf Online Whiteboards haben.

Jedem Frame wird hierbei ein Block zugeordnet, den du mit einer Timebox, Aktivitäten wie z.B. Voting und zusätzlichen Infos versehen kannst. So hast du deinen Regieplan immer im Blick.
In den Miro Templates findest du bereits vorbereitete Workshops, in denen die Meeting Struktur bereits angelegt ist. Da dürften im Laufe der Zeit einige mehr Vorlagen dazukommen. Du kannst natürlich auch deine eigenen Workshops und dazugehörige Miro Meetings als Vorlagen speichern.
Geht gut:
Geht nicht so gut:
SessionLab ist ein dediziertes Tool zur Workshop-Planung. Ich habe nach alternativen Anbietern für diesen Artikel recherchiert, allerdings konnte ich kein Tool finden, das die Funktionen von SessionLab abdeckt. Wenn ich eine Alternative nennen müsste, wäre es tatsächlich Excel (bzw. Google Sheets etc.).
In SessionLab kannst du deinen Workshop von A bis Z designen, inklusive automatischer Berechnungen von Zeiten. Die einzelnen Blöcke kannst du per Drag & Drop umschichten, die Zeiten passen sich automatisch an.
Sehr charmant finde ich die Library an Methoden, die du inkl. Zeitangaben und Step-by-Step Beschreibungen in deinen Workshop ziehen kannst. Ebenso kannst du ganze Workshop-Formate übernehmen und für dich selbst anpassen, z.B. ein Marketing Strategy Sprint aus der SessionLab Community.
Deine fertigen Trainings, Seminare und Workshops kannst du z.B. als PDF exportieren oder als Vorlage speichern. In der Free-Version kannst du max. 10 Sessions planen.
Geht gut:
Geht nicht so gut:
>> Hier entlang zur Workshop Planning App Sessionlab
Einige Kolleg:innen gaben an, dass sie ausschließlich auf Zettel, Stift und ihre Verwandten setzen und den Rest im Kopf zu haben. Welche Varianten und Kombinationen für jede:n Einzelne:n funktionieren, ist wie so vieles eine individuelle Geschichte. Zudem hängt die Wahl der Tools auch maßgeblich vom Kontext ab: Habe ich diesen Workshop / dieses Training noch zigmal gemacht und habe alles im Kopf oder geht es hier um ein individuelles Konzept, das mit dem/der Kund:in entwickelt werden soll? Eins ist sicher: Für jedes Szenario gibt es eine gute Alternative. Und es lohnt sich, auszuprobieren, was für einen selbst am besten funktioniert. Ich persönlich skizziere meine Workshops erstmal auf einem Blatt Papier und überführe das Ganze dann in SessionLab, wo ich alles detaillierter ausgestalte.
Du hast schon voll den Plan und willst sofort zur Anbieterliste? Hier entlang!
Eines der wichtigsten Themen ist natürlich die Rechtskonformität. Was gehört auf eine Rechnung? Fortlaufende Rechnungsnummer? Wo gehört es hin? Wie bleibe ich auf dem neuesten Stand der Gesetzgebung etc.? Klar kannst du das auch "händisch" in Excel oder Word abbilden, nur kommt es hier gerne zu Fehlern. Wenn du z.B. als Berater:in in einem Unternehmen drin bist, kann es dann schonmal vorkommen, dass deine Rechnung abgelehnt wird. Dann musst du sie nochmal schreiben, ggfs. eine Stornorechnung für die "falsche" alte Rechnung ausstellen und und und. In dieser Zeit hättest du eine Coaching Session verkaufen können. Online Rechnungstools sind dank Updates immer auf dem neuesten Stand und Dinge wie z.B. Rechnungsnummern werden automatisiert fortgeschrieben.
Vor der Rechnungsstellung muss natürlich erstmal ein Auftrag her. Vor allem Unternehmen benötigen ein offizielles Angebot für ihre internen Prozesse. In deiner Rechnungssoftware kannst du diese - auch mit Hilfe von Vorlagen - ganz einfach und zeitsparend erstellen.
In den Rechnungstools kannst du in der Regel eigene Vorlagen erstellen, so dass alles einen einheitlichen und professionellen Eindruck hinterlässt.
Zudem hast du immer die volle Kontrolle über deinen Bezahlungsstatus und musst nicht händisch dein Bankkonto mit deinen Rechnungen abgleichen. Einfach Geschäftskonto anschließen und Zahlungseingang direkt im Rechnungsprogramm verbuchen. So siehst du auf einen Blick, für welche Rechnungen noch Zahlungen ausstehen.
Da du ja als Selbständige:r nicht nur Einnahmen sondern auch Ausgaben hast, kannst du diese als Eingangsrechnungen in deiner Rechnungssoftware erfassen. So hast du alles an einem Ort.
Für deine Umsatzsteuervoranmeldung (UST-VA) und deinen Jahresabschluss bzw. deine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) sind Rechnungsprogramme ein wahrer Segen. Mit wenigen Klicks erstellst du die entsprechenden Reports und schickst sie direkt aus dem Tool heraus ans Finanzamt. Dadurch sparst du wiederum enorm viel Zeit, vor allem, wenn du dein Rechnungstool mit einem Buchhaltungstool verbindest bzw. es entsprechend erweitern kannst. Die meisten Anbieter von Online Rechnungstools bieten in den höheren Tarifen praktischerweise auch Buchhaltungsfunktionen an.
Da du die Daten deiner Klient:innen im Rechnungsprogramm hinterlegst (Name, Anschrift etc.) hast du zudem ein ordentliches, kleines CRM-Tool (Customer Relationship Management) für deine Kundenverwaltung an der Hand.
Wie bei jeder Auswahl eines Softwareanbieters ist es auch hier von Vorteil, dir im Vorfeld erstmal Gedanken zu machen, welche Funktionen du brauchst und wobei genau dich das Rechnungsprogramm unterstützen soll. Wenn du im Rahmen der Kleinunternehmerregelung z.B. keine Umsatzsteuer ausweist oder sehr wenige Kund:innen hast, wird dir wahrscheinlich ein kostenloses Rechnungsprogramm bzw. die Basis Version genügen. Also, mach dir am besten eine Checkliste und beantworte die folgenden Fragen:
Wenn du diese Fragen für dich beantwortet hast, kannst du spezifisch nach deinen Anforderungen auswählen. Zu guter Letzt muss natürlich auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmen.
Da draußen gibt es eine Vielzahl von Rechnungsprogrammen, die teilweise sehr mächtig sind. Ich habe dir hier einmal ein paar zusammengestellt, die vor allem für (Solo-)Selbständige, Freelancer und kleine Unternehmen geeignet sind.
>> Zum Rechnungsprogramm lexoffice
>> Zum Rechnungsprogramm sevdesk
>> Zum Rechnungsprogramm Fastbill
>> Zum Rechnungsprogramm Billomat
Ein Online Rechnungsprogramm solltest du dir als Selbständige:r oder Freelancer auf jeden Fall zulegen. Du sparst dir damit nicht nur viel Zeit und Stress, sondern sorgst auch für einen professionellen Auftritt. Kein Mensch hat Lust, mit jemandem zu arbeiten, wenn es immer Probleme mit den Rechnungen gibt. Also lass es erst gar nicht so weit kommen 😉
Du willst sofort die Liste der OKR Software Anbieter sehen? Hier entlang!
Im OKR Framework gibt es generell nur ein Artefakt: Die OKR Liste. In dieser werden alle OKR Sets der Teams, Bereiche etc. eingetragen und die Fortschritte gemessen. Sie dient zudem stets als Grundlage für die Weeklies und Reviews. Das bedeutet, alle arbeiten damit und halten sie aktuell.
Die OKR Liste muss transparent für alle im Unternehmen zugängig sein. Wenn mich Leute in den Trainings fragen, ob ich eine Empfehlung für ein Tool aussprechen kann, schwingt oft mit, dass dieses "am besten ein cooles Tool [ist], damit die Leute Spaß an der Arbeit mit OKR haben". Hier verweise ich gerne auf das den agilen Grundsatz "Menschen und Interaktionen vor Tools und Prozessen" aus dem Agilen Manifest. Die Einführung von OKR in einem Unternehmen ruft einen Veränderungsprozess hervor, der angenommen und begleitet werden muss. Wenn ich nun zusätzlich noch eine neue Software einführe, kommt ein zusätzlicher Veränderungsprozess hinzu, was zur Überforderung der Mitarbeiter:innen führen kann.
Deshalb lautet meine Empfehlung immer - vor allem, wenn die Menschen im Unternehmen gerade erst angefangen haben, mit OKR zu arbeiten - zunächst eine Software zu verwenden, die im Arbeitsalltag bereits verwendet wird. Und das ist einfach meistens Excel oder Google Docs. Das gibt zwar optisch jetzt nicht arg viel her, reicht aber aus, um erstmal zu lernen, mit OKR zu arbeiten. Das OKR Framework ist in seiner Ausgestaltung individuell von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Gerade am Anfang ist die Gefahr groß, die Arbeitsweis, Sprache etc. an die Software anzupassen, doch eigentlich sollte es genau anders herum sein: Die OKR Software muss dich und dein Team in eurer Ausgestaltung bestmöglich unterstützen. Darum ist es hilfreich, erstmal zwei, drei OKR-Zyklen durchzumachen, um die Parameter zu definieren, z.B.:
Vor allem der letzte Punkt ist eine eigene Betrachtung wert. Das Geschäftsmodell der meisten Software Anbieter lautet: So viele Einzellizenzen wie möglich verkaufen. Wir sehen, dass dies oft mit eigenen Beratungsansätzen für OKR vermarktet wird, indem für individuelle Mitarbeiter-OKR plädiert wird. Da OKR aber nur emergent (also aus der Zusammenarbeit im Team heraus und aufeinander aufbauenden Ideen / Experimenten) seine Wirksamkeit entfacht, muss die kleinste Einheit in der OKR-Architektur das Team sein. Teamlizenzen werden leider nur vereinzelt angeboten, z.B. bietet Mooncamp Teamlizenzen an.
Noch ein wichtiger Impuls: OKR kann vieles im Unternehmen fördern: Geschützter Raum für die Strategieumsetzung, Aufbrechen der Silos und verbesserte Kommunikation, Fokus, Transparenz, selbstorganisierte Teams, intrinsische Motivation uvm. Dazu muss aber der Rahmen stimmen und das Management muss voll und ganz hinter OKR stehen. Wenn das nicht gegeben ist, wird OKR auch mit einem fancy Tool keinen Spaß machen 😉
Wie im vorherigen Abschnitt bereits angesprochen: Das kommt darauf an! Nachfolgend findest du Empfehlungen für die ersten Schritte mit OKR sowie eine (unvollständige) Liste an OKR Tools.
Die niedrigste Hemmschwelle und allen bekannt dürfte Microsoft Excel bzw. Google Docs sein.
@die.agilen GmbH
Mit dieser einfachen Tabelle lässt es sich einfach mit bedingter Formatierung arbeiten. In welcher Spanne ein Key Result als gefährdet (rot), auf guten Wege (gelb) oder quasi erreicht (grün) gilt, bestimmt das Team selbst. Hier kannst du auch schön sehen, warum eine gute Messbarkeit sichergestellt werden muss. Nur so kannst du auf einen Blick objektiv sehen, welches Key Result gerade Aufmerksamkeit braucht.
Auch Atlassian Confluence ist im Unternehmenskontext sehr weit verbreitet und kann in den ersten Zyklen sehr gut als OKR Liste verwendet werden.

Hier gibt es sogar bereits eine OKR Vorlage und ein Playbook.
Da draußen gibt es eine lange Liste an Tools, die für OKR eingesetzt werden können. Viele davon sind eigentlich Projektmanagement Tools, die sich unter Umständen auch für OKR verwenden lassen. Nachfolgend findet ihr Anbieter für OKR Software, die sich ausschließlich OKR bzw. agilem Zielmanagement verschrieben haben. List in progress 😉

Mooncamp kommt aus Köln und wird dort von der gleichnamigen GmbH entwickelt. Die Software vereint alles an einem Ort: Tracking, Weekly Check-Ins und regelmäßige Updates. Auch Employee Engagement wird durch Umfragen abgebildet. Du kannst eine Demo vereinbaren und Mooncamp 14 Tage lang kostenlos testen. Auch hier wird natürlich Datenschutz und Sicherheit groß geschrieben (deutsches Datenzentrum) - Häkchen dran! In jeder Version gilt eine Mindestbuchungsmenge von 5 Usern.

Die OKR Software Just3Things wird in London, UK von der gleichnamigen Company entwickelt. Entstanden ist Just3Things als Projekt innerhalb des stark wachsenden Unicorns OVO Energy. Du kannst die Software kostenlos in drei Varianten testen: Standard, Advanced und Enterprise. Die Macher:innen hinter dem OKR Tool setzen nicht nur im Namen auf Fokus: Die Software hilft dir dabei, dich auf die wichtigsten (drei) Ziele zu fokussieren und innerhalb deiner Organisation zu kommunizieren.
Perdoo aus Berlin hat sich in den letzten Jahren ebenfalls einen Namen als OKR Tool gemacht. Dieses Tool eignet sich gut, um einen kompletten OKR Zyklus einmal "risikofrei" durchzuspielen, denn Perdoo ist im etwas eingeschränkten Funktionsumfang für bis zu 10 Personen kostenlos.
Quantive (ehemals Gtmhub) ist ebenfalls im OKR Kontext sehr bekannt. Der Anbieter ist global mit Büros in Berlin, Denver, London und Sofia vertreten und setzt vor allem auf Daten-Integrationen zum Tracken der Key Results und KPI. Die Version Quantive Essentials ist mit eingeschränktem Funktionsumfang kostenlos.
Microsoft Viva Goals

Microsoft Viva Goals hat Ende 2021 das damals frisch mit 50 Millionen USD Investment (Series C) ausgestattete OKR Tool Ally.io übernommen.
Weekdone ist im Baltikum zuhause und wird in Estland entwickelt. Hier wird großen Wert auf Onboarding und begleitende Hilfestellung beim Setup Wert gelegt. Feedback und Recognition haben auch ihren Weg in das Tool gefunden. Weekdone bietet via API und Zapier über 1000 Integrationen an. Du kannst die Software 15 Tage lang kostenlos testen, für bis zu drei Personen bleibt Weekdone weiterhin kostenfrei.
Die Münchner OKR Software Workpath hat sich vor allem im deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht. Nicht zuletzt wegen des eigenen Beratungsansatzes und diversen Schulungs- und Informationsformaten, wie z.B. Meetups. Preisinformationen gibts nur auf Anfrage. Du kannst das Tool aber für 14 Tage kostenlos testen.
Du brauchst keine OKR Software - zumindest nicht sofort 😊 Sammle mit deinem Team erst einmal Erfahrungen mit OKR generell und bilde die OKR Liste mit einem Tool ab, das ihr bereits im Unternehmen verwendet.
Wenn dir nach ein paar Zyklen klar ist, welche Parameter wichtig für euch sind und wie genau euch eine OKR Software unterstützen kann, schau dich um, was es da draußen gibt. Erst mit der Erfahrung wirst du wissen, welches Tool am besten zu euch passt.
Tipp: Beziehe deine Teams in die Entscheidung mit ein!
Agiler Grundsatz: Menschen und Interaktionen vor Tools und Prozessen
Ich finde es immer spannend zu sehen, dass wir in unserem Privatleben oft ganz selbstverständlich "mit der Zeit gehen" und neue Kommunikationstechnologien annehmen. In den letzten zehn Jahren hat es sich enorm verändert, wie wir miteinander in Kontakt treten. Die meisten verwenden Whatsapp oder alternative Messenger, sowohl für 1:1 Gespräche als auch Gruppenchats. Wenn wir von unseren Liebsten getrennt sind, rufen wir oft nicht einfach nur an, wir starten einen Videochat. Glücklicherweise ist in den meisten Unternehmen, in denen verteilte Teams zusammenarbeiten, eine entsprechende Infrastruktur vorhanden und virtuelle Meetings an der Tagesordnung.
In der Branche von Coaches, Trainer:innen und Berater:innen findet die Wertschöpfung quasi zu 100% vor Ort bei den Unternehmen statt. Wenn du bisher ausschließlich so gearbeitet hast, wirst du deine Klienten erst einmal eingewöhnen müssen, wenn du zukünftig deine Leistungen remote anbietest. Es ist natürlich unbestritten, dass der persönliche Kontakt immer noch am tiefsten und intensivsten ist. Aber mit der heutigen Technologie ist eine Online Session sehr einfach durchzuführen. Zudem kannst du deine Leistungen ortsunabhängig und zeitlich viel flexibler anbieten und sowohl dir als auch deinen Klienten enorm viel Zeit (und Geld) sparen, da An- und Abreise entfallen. Mit beiden Optionen - Online und Offline Coachings - bist du perfekt aufgestellt. Zudem hast du in herausfordernden Zeiten wie aktuell mit dem Coronavirus einen unglaublichen Vorteil, da du deine Leistungen weiterhin anbieten kannst.
Wenn du als Coach oder Trainer:in eine remote Session mit deine:r Klient:in durchführen möchtest, solltest du ein paar Dinge beachten und dich entsprechend vorbereiten.
Nachfolgend findest du eine (unvollständige) Liste von Software, die dich bei deinem Online Coaching bzw. Training unterstützen. Alle sind für 1:1 als auch Gruppensessions ausgelegt.

Microsoft Teams dürfte so ziemlich jeder Person im Business-Kontext ein Begriff sein. Wer in der eigenen Organisation Microsoft 365 im Einsatz hat, wickelt in der Regel die interne Kommunikation über dieses Tool ab. Seit Anfang 2021 endlich verfügbar: Die lang erwartete Breakout-Funktion, um Gruppenarbeiten innerhalb eines MS Teams Calls zu ermöglichen. Im eingeschränkten Funktionsumfang kannst du MS Teams kostenlos nutzen.
Skype bildet mitunter die niedrigste Hemmschwelle beim Einstieg in die Videotelefonie. Jeder sollte das Tool aus dem Privatgebrauch kennen und die Nutzeroberfläche ist denkbar einfach aufgebaut. Als Teil von Microsoft wird es auch im unternehmerischen Kontext immer noch oft verwendet. Das ehemalige Business-Produkt "Skype for Business" ist inzwischen komplett in der Lösung "Microsoft Teams" aufgegangen.
Zoom ist vor allem für Team Coachings und Schulungen interessant, aber auch für 1:1 Videochats bestens geeignet. Die Lösung kann eine große Anzahl an Teilnehmer:innen bedienen. Neben Audio- und Videochats bietet Zoom noch weitere Lösungen wie z.B. Enterprise Telefonsystem, Webinare und virtuelle Klassenzimmer an. Ich arbeite damit, um Trainings und Workshops durchzuführen bzw. für Remote Coaching Sessions und hatte bisher immer sehr gute Erfahrungen bzgl. Stabilität und Qualität - auch mit mehr als 10 Teilnehmer:innen.

EducateOnline wurde, wie der Name schon verrät, für Online Schulungen und Trainings entwickelt. Mit Servern in Deutschland findet das Tool vor allem bei Behörden und Unternehmen mit sensiblen Daten Anklang - also eigentlich bei jedem Unternehmen ;-) EducateOnline ist aktuell die einzige (mir bekannte) Alternative aus Deutschland mit Breakout Room Funktion, die preislich mit Zoom mithalten kann. Du kannst das Tool 14 Tage lang kostenlos testen.

BlueJeans ist eines der beliebtesten Videoconferencing Tools weltweit und kommt ursprünglich aus dem Silicon Valley. Du kannst mit dem Tool sowohl große Trainings, Webinare und Workshops als auch 1:1 Chats durchführen. BlueJeans bietet dir eine kostenlose Testphsae von sieben bis 30 Tagen an.

Webex als Video Conferencing Software dürfte vielen bereits ein Begriff sein. Das Unternehmen wurde bereits 1995 in den USA gegründet. Seit 2007 gehört Webex zum Unternehmen Cisco. Neben Cisco Webex Meetings gibt es noch weitere Produkte zur Telefonie und allgemeinen Zusammenarbeit von Teams. Eigene Videogeräte sind auch im Angebot. Für Trainings und Schulungen ist Webex Training interessant. Hier sind z.B. auch Breakout Sessions bzw. Gruppenräume verfügbar. Im eingeschränkten Funktionsumfang ist Webex kostenlos.

Die open-source video conferencing software Jitsi erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die open-source Community arbeitet stetig an der Weiterentwicklung von Features und hat kürzlich auch zur Sicherheit Auskunft gegeben. Ach ja, es ist (noch) kostenlos.

CAI® World bietet eine extra Branchenlösung für Online Remote Coachings an. Die Software wird in Kooperation mit dem Karlsruher Institut in Deutschland entwickelt und bietet sich für 1:1 Coachings sowie auch Gruppen-Sessions an. Je nach Lizenz kannst du bis zu acht Formate (in der günstigsten Lizenz zwei Formate) auswählen, die du deinen Klienten anbieten möchtest, z.B. Business Coaching, Retrospektiven oder Team Development. Deine Lizenz kannst du leider nicht selbständig online abschließen, wie man es von anderen Abo-Modellen gewohnt ist: Du musst ein Bestellformular ausfüllen oder telefonisch bestellen.
eyeson aus Österreich revolutioniert Videocalls mit der hauseigenen (und patentierten) Single-Stream-Technologie. Alle Teilnehmer:innen greifen dabei auf einen einzigen Stream zu, der sich in der Cloud befindet. Ruckellose Videocalls sind das Ergebnis. eyeson eignet sich sowohl für 1:1 Gespräche als auch Gruppen-Sessions für bis zu 100 Personen.
GoToMeeting ist schon seit vielen Jahren auf dem Markt und sollte doch einigen Menschen ein Begriff sein. Auch LogMeIn, die Muttergesellschaft, bietet allerlei verschiedene Lösungen neben einfachen Videocalls an. In Bewertungen wird oft die sehr gute Audioqualität genannt. Für Trainer:innen ist die Lösung "GoToTraining" interessant, denn hier kannst du in der Pro-Version Breakout Sessions erstellen und mit deinen Teilnehmer:innen Gruppenarbeiten durchführen. Ist aber mit 169 € pro Monat und Organisator mehr als 10x so teuer wie GoToMeeting oder Zoom.

TeamViewer Meeting (früher Blizz by TeamViewer) kommt aus Göppingen. Die Videokonferenz Software wurde vor allem für verteilte Teams entwickelt, eignet sich aber auch hervorragend für 1:1 Gespräche. Für Trainings ist das Tool bedingt geeignet, wenn nicht allzu viel Interaktion geplant wird. So können z.B. keine Breakout Sessions erstellt werden. Hierfür musst du mit einem Workaround arbeiten und extra Meetings für die Gruppen erstellen. Für bis zu 5 Teilnehmer:innen ist TeamViewer Meeting kostenlos.

alfaview kommt aus Karlsruhe und ist vor allem für Schulungen und Konferenzen gedacht. Doch auch 1:1 Gespräche finden hier natürlich ihren Platz. DSGVO-Konformität ist natürlich garantiert. Wenn du das Tool max. 10 Stunden pro Monat nutzt, ist es für dich kostenfrei.

Hopin aus London ist ein junges Startup in der Videotool-Branche, im Februar 2020 wurde die erste Finanzierungsrunde abgeschlossen. Die Software ist eine All-In-One Event Suite für Online Events jeglicher Art mit kleinen und großen Gruppen geeignet: Konferenzen, Meetups, Messen, Summits und natürlich auch Workshops und Trainings. Für 1:1 Coachings ist das Tool allerdings etwas zu mächtig, da eignen sich andere Alternativen besser. Aktuell (Stand: 04/2020) kannst du einen Frühzugang beantragen. Da Hopin hauptsächlich auf Veranstalter von Online-Großevents abzielt, ist die kostenlose Version bereits sehr großzügig aufgestellt: Unlimitiert viele Events und die komplette Event Suite sind inbegriffen. Bei Bezahl-Veranstaltungen werden Ticketgebühren fällig, die der Anbieter einbehält.
Online Tools können persönliche Interaktion im selben Raum nicht ersetzen. Inzwischen ist die Technologie aber schon so ausgereift, dass remote Coachings und Trainings inzwischen erfolgreich durchgeführt werden können. Und wie wir ja wissen, wird die Technik stetig besser.
Biete deinen Kund:innen die Möglichkeit an, deine Leistungen remote in Anspruch zu nehmen. Du eröffnest dir damit einen weitaus größeren potentiellen Kundenpool, als wenn du nur zu 100% offline arbeitest. Und in Zeiten von Corona und Co. bist du gut aufgestellt, wenn die persönliche Arbeit nicht möglich ist.
Was im Unternehmenskontext gilt, gilt auch für dich im Home Office. Es ist sehr verlockend, in den Tag hineinzuleben, wenn du keine Coaching Termine oder Workshops hast. Die Gefahr ist groß, dass du hier wertvolle Zeit verdaddelst, die du sinnvoller in Projekte für deine Kund:innen hättest stecken können. Du kannst dir diese Freiheit aber zunutze machen und deinen Arbeitstag auf deine individuellen Leistungshochphasen anpassen. Wann arbeitest du effektiver: Am Morgen oder abends? Strukturiere deinen Tag so, wie es für dich am besten passt. Vergiss aber nicht, dir auch entsprechend Pausen einzuplanen.
Führe Rituale ein, um vom Freizeit- in den Arbeitsmodus zu wechseln. Das kann ganz unterschiedlich aussehen: Manchen reicht es, vom Pyjama in andere Klamotten zu wechseln. Andere meditieren, machen (Früh-)Sport oder sie nehmen eine Dusche und gehen eine Runde um den Block. Whatever floats your boat.
Ich gehe mal stark davon aus, dass du einen Kalender hast, in dem du deine Termine für Coachings, Workshops oder Trainings festhältst. Plane deine Woche bzw. Tage im Voraus um diese fixen Termine herum und halte deine To-Dos schriftlich fest. Ob das digital in einer App machst oder haptisch im Notizbuch ist egal, Hauptsache, du schreibst sie auf. Größere Projekte, wie z.B. die Durchführung eines mehrtägigen Workshops, zerlegst du am besten in kleinere Teilaufgaben. Die sind einfacher nach und nach abzuarbeiten. Dadurch minimierst du auch die Gefahr, etwas zu vergessen. Priorisiere deine gesammelten Aufgaben für den jeweiligen Tag und arbeite dich durch, angefangen mit den Prio 1 Tasks. Arbeite für wichtige und - leider sind sie das oft gleichzeitig - unangenehme Aufgaben mit Deadlines. Blocke dir z.B. einen Tag für deine Steuererklärung (aber nicht den Tag vor der Abgabefrist ;-) ).
Im Home Office (so wie überall) ist es wichtig, dass du auf ausreichend Bewegung achtest. Gerade wenn du viel am Laptop oder generell am Schreibtisch arbeitest, solltest du dir immer wieder kleine Bewegungspausen einbauen. Wenn du einen Fitnesstracker oder einen ähnlichen Wearable trägst, kannst du dir Reminder einstellen, die dich zum Aufstehen animieren. Das geht natürlich auch z.B. als wiederkehrender Termin in deiner Kalender-App. Erinnerst du dich an den ersten Absatz oben? Du kannst auch hierfür deine freie Arbeitstagsgestaltung nutzen, um dein Workout für dich optimal in den Tag zu integrieren. Ich gehe beispielsweise gerne eine Runde laufen. Im Winter lege ich mir diese Runde auf den frühen Nachmittag, wenn es terminlich geht. So bekomme ich Tageslicht ab und muss nicht abends im Dunkeln laufen.
Kommen wir zur Ausstattung deines Büros. Wenn du einen extra Platz für einen Schreibtisch hast, super! Wenn du sogar ein extra Zimmer für ein eigenes Büro hast, umso besser (kannst du dann auch von der Steuer absetzen)! Solltest du wie ich an deinem Ess- oder Wohnzimmertisch arbeiten, wirst du vor allem in Punkto Möbel einige Abstriche machen müssen. Trotzdem kannst du auf ein paar Dinge achten, um die Arbeit zuhause so angenehm wie möglich zu machen.
Seien wir ehrlich, Apple und Co. machen hervorragendes Marketing für ihre hervorragenden Produkte. Bevor du dir einen neuen Laptop, ein neues Tablet, Smartphone oder sonstige Geräte zulegst: Geh in dich und schreib dir am besten auf, was du wirklich brauchst. Welche Szenarien werden dir als Trainer:in, Coach oder Workshop Facilitator begegnen? Willst du Online Coachings oder Live Remote Trainings durchführen? Dann lohnt es sich, in einen leistungsstarken Rechner bzw. Laptop zu investieren, der nicht bei drei Videos lautstark anfängt zu lüften. Eine ordentliche Webcam ist dann auch nicht verkehrt. Aber wahrscheinlich brauchst du keine Ultra Pro Mirrorless Vollformat Kamera für ein paar Tausend Euro. Brauchst du wirklich das aktuellste iPhone in der Pro Version? Ich glaube, du weißt, was ich meine!
Sehr wichtig ist es, die Bildschirmsituation clever zu gestalten. Entweder, du legst dir einen extra Monitor zu oder du besorgst dir eine externe Tastatur, so dass du deinen Laptop erhöht aufstellen kannst. Nur am Laptopbildschirm zu arbeiten ist nicht optimal und begünstigt die "Schildkrötenhaltung" ;-) Siehe "ergonomischer Arbeitsplatz" unten im nächsten Kapitel.
Auch wenn du bisher vielleicht eher selten Online Coachings und dergleichen gemacht hast: Ein schnelles und stabiles Internet ist einfach unerlässlich. Investiere lieber in einen etwas höheren Tarif, mit dem du genug Bandbreite bekommst. Einen guten DSL-Vergleich bietet z.b. Check24 oder Verivox.
Wie oben bereits erwähnt, werden deine Büromöbel je nach verfügbarem Platz ausfallen. Wenn du genug Platz für dein Heimbüro hast, sind ein ergonomischer Schreibtisch und Bürostuhl Pflicht. Du weißt ja, Sitzen ist das neue Rauchen. Nur am Esstisch oder auf der Couch zu arbeiten, begünstigt eine falsche Sitzhaltung, die entsprechend negativ auf die Wirbelsäule und Rückenmuskulatur auswirkt. In der Folge bekommt man dann "Rücken". Am besten ist dein Schreibtisch höhenverstellbar, so dass er genau auf deine Körpergröße eingestellt werden kann. Im besten Fall kannst du ihn so hoch einstellen, dass du die Möglichkeit hast, auch mal im Stehen zu arbeiten. Der Bürostuhl sollte ebenfalls höhenverstellbar sein und variable Armlehnen sowie eine sanft federnde Rückenlehne haben. Probiere auch alternative Sitzmöglichkeiten aus, wie z.B. einen Gymnastikball oder Arbeitshocker aus. Am wichtigsten ist die Bewegung zwischendurch.
So tuts irgendwann weh!
Nun ist die ergonomische Ausrichtung deiner Arbeitsgeräte wichtig. Wenn du am Küchentisch arbeitest und keinen extra Arbeitsplatz hast, ist das deine einzige Möglichkeit, Ergonomie in die Sache reinzubringen. Dein Bildschirm sollte direkt vor dir stehen. Wenn du zwei Bildschirme verwendest, dann ordne sie so an, dass du deinen Kopf möglichst wenig drehen musst. Der Abstand zwischen dir und Monitor sollte - je nach Bildschirmgröße - zwischen 50 und 80 CM betragen. Der Blickwinkel in die Bildschirmmitte beträgt im besten Fall ca. 35 Grad. Achte darauf, dass du aufrecht im 90-Grad-Winkel sitzt und deine Beine ebenfalls im 90-Grad-Winkel (Oberschenkel zu Unterschenkel) ausgerichtet sind. Sehr angenehm sind auch Tastaturen mit einer Handballenauflage und ergonomisch designte Mäuse.
Widmen wir uns den Tools, die dir deine Arbeit als selbständige:r Coach, Trainer:in oder Berater:in erleichtern. Die unten aufgelisteten Tools sind als SaaS (Software as a Service) und werden somit vom Anbieter in der Cloud gehostet.
Sei ehrlich, sieht dein Desktop so aus?
Damit du deine Dokumente nicht mehr auf deiner Festplatte unwiederfindbar ablegen musst (und somit deinen internen Speicherplatz tendenziell schnell ausreitzt), sei dir die Verwendung eines Cloud Speichers ans Herz gelegt. Desweiteren kannst du von überall aus auf deine Dokumente zugreifen, sie sind geschützt, falls dir dein Laptop Lebewohl sagt, du kannst gleichzeitig mit anderen Personen an Dokumenten, wie z.B. Präsentationen arbeiten, hast ein Freigabe- und Rechtesystem sowie extrem hohe Sicherheitsstandards. Es gibt die - bis zu einem gewissen Grad - kostenlosen Klassiker aus den USA wie z.B. Google Drive, Microsoft OneDrive oder Dropbox. Sollen es deutsche Rechenzentren und / oder noch mehr Datenschutz sein, gibt es extrem gute Anbieter aus Deutschland bzw. der Schweiz, z.B.:
Im ersten Abschnitt hast du gelernt, dass es sinnvoll ist, deine Projekte in kleinere Teilaufgaben aufzuteilen und diese schriftlich festzuhalten. Nun steht es dir natürlich frei, deine ToDo Liste auf ein Blatt Papier zu schreiben, deine übergeordneten Projekte und Aufgaben solltest du aber dennoch digital festhalten. So findest du nicht nur Tasks leichter wieder, du kannst auch einige Dinge z.B. über ein Projektmanagement (PM) Tool automatisieren oder dir Reminder und Deadlines einstellen.
Du als Coach oder Trainer:in wirst wahrscheinlich hauptsächlich alleine oder in einem kleinen Team arbeiten. Ansonsten kannst du bei den meisten auch z.B. deine Kund:innen als Gäste einladen, und so mit ihnen an einem Projekt arbeiten. Das bekannteste PM Tool dürfte Trello sein, das in der Basisversion kostenlos ist und seit 2017 zum australischen Unternehmen Atlassian gehört. Aus dem Hause MeisterLabs gibt es meisterTask, ein trello-ähnliches PM-Tool. Weiterhin beliebt sind Asana und Zenkit.
Digitale To-Do-Listen gibt oft als Feature in den oben genannten Projektmanagement Tools, oftmals in deinem Email-Client, oder du nutzt Todoist, Evernote oder Any.do. Der bekannte Dienst Wunderlist wird zum 6. Mai 2020 eingestellt und geht komplett in Microsoft To Do auf.
Wahrscheinlich bist du die meiste Zeit bei deinen Kund:innen vor Ort, um Coachings, Trainings oder Workshops durchzuführen. Inzwischen ist die Technologie so weit fortgeschritten, dass du ohne Probleme deine Leistungen auch online anbieten und remote durchführen kannst. Mehr zum Thema Remote Coachings und Trainings findest du hier.
Für Videochats eignet sich das Tool Zoom aufgrund seiner Funktionen und stabilen hervorragenden Qualität, auch bei niedriger Bandbreite. Weitere Alternativen sind GoToMeeting, jitsi (eine open-source Lösung) oder klaxoon. Skype und FaceTime sollten dir aus deinem Privatleben geläufig sein.
Dein Training oder Workshop ist vorbei und nun ist es an der Zeit, deinen Teilnehmer:innen das dazugehörige Fotoprotokoll und die Workshop- bzw. Trainingsunterlagen zu senden. Diese Dateien werden schnell recht groß, vor allem, wenn du alles gebündelt verschicken willst, Das geht oft gar nicht mehr per Email. Hierfür solltest du dir ein Datentransfer Tool zulegen. Wetransfer dürfte inzwischen eins der bekanntesten Filesharing Tools sein. Ebenso beliebt sind FileZilla, Firefox Send, Smash oder hightail.
Sobald du an deinem Laptop arbeitest (oder auch nur dein Smartphone in der Nähe hast), ist die Gefahr sehr groß, "nur mal schnell" Instagram, Facebook, YouTube oder dergleichen zu checken.

Und schwupp - wieder ein paar Stunden weg!
Wir wissen, wie es um die Mechanismen der sozialen Netzwerke bestellt ist. Wenn es blöd läuft, verlierst du dich stundenlang darin. Wertvolle Arbeitszeit. Natürlich gibt es auch einen Markt für die Hilfe gegen den ständigen Drang, diese Plattformen zu checken. Fokus Apps wie z.B. Freedom oder RescueTime sollen dir dabei helfen, konzentriert und fokussiert bei der Sache zu bleiben. Und zwar indem sie bestimmte Websites und Apps für einen von dir gewählten Zeitraum blocken.
Zum konzentrierten Arbeiten braucht man Ruhe - manchmal ist es allerdings "zu ruhig". Eine leise Hintergrundmusik oder statische Geräusche (White Noise) schaffen eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Sie lenken deine Aufmerksamkeit nicht ab und können so sogar die Produktivität erhöhen. Gerade Geräusche, die z.B. einem Coworking Space oder Coffee Shop ähneln, vermitteln die "Sicherheit des Kollektivs", da sie in uns Gefühle von Gemeinschaft auslösen. Auf YouTube gibt es bereits einige Musik-Playlists, die dann "Electronic Music for Studying" heißen. Oftmals sind dann aber auch Tracks mit Vocals drin, die wiederum ablenken oder stören können.
Natürlich gibt es auch dafür eigens entwickelte Apps, wie z.B.
Du kennst es bestimmt: Du bist gerade in einem Video Call oder einer Telefonkonferenz und dann geht es los: Der Nachbar dreht die Musik auf, deine Kinder spielen im Hintergrund, neben dir ist eine Baustelle etc. Als gute/r Teilnehmer:in hast du dein Mikrofon sowieso auf mute - aber wenn du etwas sagen möchtest, sind da immer noch für die anderen Teilnehmenden störenden Hintergrundgeräusche. Du wirst es ahnen: Auch dafür gibt es einen Markt! Die Software Krisp beispielsweise soll alle Hintergrundgeräusche in jeder Kommunikationsapp stummschalten...quasi noise cancelling fürs Mikrofon.
Solltest du das Videoconferencing Tool Zoom verwenden, kannst du hier direkt Hintergrundgeräusche in den Audio-Einstellungen unterdrücken:
Ich habe seit einiger Zeit eine Baustelle nebenan und muss sagen, dass mir diese neue Funktion schon das ein oder andere Remote-Training gerettet hat!
Immer nur alleine Zuhause zu arbeiten wird auf die Dauer langweilig. Klar, du hast viel Kontakt zu deinen Coaching-Klient:innen oder führst (falls überhaupt möglich) vor Ort oder Remote Trainings und Workshops durch. Trotzdem tut so ein Tapetenwechsel mal ganz gut.
Für Tage, an denen du keine Kunden- oder Telefontermine hast, kannst du dich vielleicht mit jemandem aus deinem Freundes- und Bekanntenkreis zusammentun, der/die auch im Home Office arbeitet. Besucht euch mal gegenseitig für eine Working Session. Dafür gibt es auch eigene Facebook-Gruppen.
Inzwischen sind auch Coworking Spaces weit verbreitet. Bei vielen kannst du einen Tagespass oder z.B. eine 10er Karte erwerben und kannst ab und an einmal deinen Arbeitsplatz in ein Coworking Space verlegen. Wo es welche gibt, findest du in der Suchmaschine deiner Wahl oder hier.
Noch einfacher geht es, wenn du dich in ein Café setzt, das kostenlos WLAN anbietet. Dort kannst du dir für ein paar Stunden Tapetenwechsel gönnen und dich deiner Arbeit widmen. Ganz wichtig: Bitte nuckle dann nicht vier Stunden lang an einem einzigen Espresso rum. Show some respect und bestelle angemessen. Wenn du ein Apple-Kind bist, gibt es für dich die App Workhardanywhere, in denen weltweit die besten Cafés zum Remote Arbeiten aufgelistet sind. Hier wird dir neben WLAN-Verfügbarkeit auch z.B. WLAN-Geschwindigkeit angezeigt oder, ob Steckdosen vorhanden sind.
Selbständig und zuhause zu arbeiten bedeutet Freiheit und Disziplin. Am wichtigsten ist dabei eine auf dich individuell angepasste Struktur deines Arbeitstages. Mit Ritualen, auf deine Leistungsphasen angepasste Arbeitszeiten und ausreichend Bewegung bist du schonmal gut aufgestellt. Achte auf einen ergonomisch gestalteten Arbeitsplatz und hole dir digitale Helferlein, um deinen Arbeitsalltag produktiv zu gestalten. Wenn dir die Decke auf den Kopf fällt, sind gemeinsame Working Sessions mit Freunden oder Bekannten, ein Tag im Coworking Space oder im Café eine gute Möglichkeit, um Abwechslung reinzubringen.
Nun ist es an der Zeit für das oben versprochene Schmankerl! Home Office ist trotz aller Tipps manchmal herausfordernd, damit bist du nicht allein, wie die Twitterperlen oder dieser Text im New Yorker zeigen ;-)